Leuchten

Leuchtenentikett

Versandetikett der Pitt Müller Werkstätten.
Manche Leuchten sind damit versehen worden.

Vom Ende der 1930er Jahre bis Mitte der 1950erJahre beschäftigte sich Pitt Müller intensiv mit dem Entwurf und der Produktion von elektrischen Beleuchtungskörpern. Neben primär für den privaten Wohnbereich bestimmten Leuchten, entwarf er auch repräsentative Beleuchtungsanlagen für die Gestaltung von Innenraumausstattungen von öffentlichen Gebäuden. Ungeachtet zahlreicher Konkurrenzunternehmen konnte sich Pitt Müller als namhafter Leuchten-Designer auf dem Markt erfolgreich behaupten und schuf eine facettenreiche Leuchtenkollektion, die weit über 100 Modelle umfasst. Zu seiner Produktpalette, die von unterschiedlichen Material- und Stiltendenzen geprägt ist, zählen Deckenleuchten, Stehleuchten, Wandleuchten und Tischleuchten in zahlreichen Varianten und verschiedensten Ausführungen. Neben betont schlichten, zeitlosen Leuchtenkreationen aus Glas und Metall, die in der Formauffassung deutlich dem vom Werkbund geprägten, sachlichen Design verpflichtet sind, kreierte Pitt Müller ebenso dem typischen Zeitgeschmack der 1950er Jahre entsprechend, sogenannte „Tütenlampen“ mit biegsamen Messingarmen und asymmetrisch geschnittenen Metallreflektoren oder plissierten, teils bedruckten Stoff- oder Pergamentschirmen. Ein Merkmal der Pitt-Leuchten ist ungeachtet ihres vielfältigen Formenrepertoires, neben ästhetischen Qualitäten, eine solide Zweckmäßigkeit, die in erster Linie den praktischen Ansprüchen des Benutzers gerecht werden will. Dabei gelingt es Müller, den Komfort der Leuchten und ihre lichttechnischen Eigenschaften mit den Forderungen der zeitgenössischen Raumgestaltung harmonisch in Einklang zu bringen.